| Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk | Horizontalsperre / geeignetes Injektionsverfahren | Kann den kapillaren Feuchtetransport im betroffenen Wandquerschnitt begrenzen. | Nur bei nachgewiesenem kapillarem Transport geeignet; Wandaufbau, Durchfeuchtung und Baustoff beeinflussen die Verfahrenswahl. |
| Seitlicher Feuchteeintrag an erdberührten Wänden | Objektgerechte Außen- oder Innenabdichtung | Ein abgestimmtes Abdichtungssystem kann den Feuchteeintrag über erdberührte Bauteile begrenzen. | Außen oder innen wird nicht pauschal entschieden. Maßgeblich sind Wasserbeanspruchung, Zugänglichkeit, Untergrund, Anschlüsse und Nutzung. |
| Niederschlag über Fassade, Sockel, Dach oder Anschlüsse | Schlagregenschutz und schadhafte Details instand setzen | Adressiert den Eintritt über Putz, Fugen, Fensteranschlüsse, Dachentwässerung oder andere Außendetails. | Die konkrete Eintrittsstelle muss lokalisiert werden; eine Horizontalsperre oder Innenabdichtung löst solche Ursachen nicht automatisch. |
| Leckage an Wasser-, Heizungs- oder Abwasserleitung | Leckortung, Reparatur und abgestimmte technische Trocknung | Stoppt die Wasserquelle und führt gespeicherte Feuchtigkeit kontrolliert aus dem Bauteil ab. | Vor Abdichtungsarbeiten sind Leitungen und Installationen zu prüfen. Die Trocknung richtet sich nach Aufbau und Durchfeuchtung. |
| Kondensation an kühlen Wandflächen oder Wärmebrücken | Raumklima anpassen, Wärmebrücke prüfen, ggf. thermische Maßnahme | Reduziert Feuchte aus der Raumluft oder erhöht die Oberflächentemperatur. | Nur bei bestätigter Kondensation. Lüftung, Nutzung, Heizung und Bauteilaufbau sind gemeinsam zu bewerten. |
| Unklare oder gemischte Feuchteursachen | Ursachenanalyse und situationsgerechte Messungen | Schafft die Grundlage für ein abgestimmtes Konzept und verhindert eine Sanierung am falschen Feuchteweg. | Fleckenmuster sind nur Hinweise. Messwerte sind mit Bauweise, Nutzung, Wetterverlauf, Leitungen und Schadensgeschichte zu interpretieren. |